Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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Kunſt mit politiſch⸗ökonomiſchen Angen betrachtend, ihre Freiheit beengt und ihr irgend einen Charakter ertheilt, außer dem, welchen ihr der freie Schwung des Künſtlers ſelbſt verliehen hat. Daher ſpricht ſich überall der von ſo vielen getadelte und miß⸗ verſtandene Sinn aus:„Nur die, welche mit unge⸗ theilter Liebe und Begeiſterung ihrer Göttin ſich hingeben, ſind Künſtler; nur dieſen erſcheint die wahre Kunſt!“ Daher auch die häufige Erwähnung von Künſtlern, welche in ihrem heiligen Berufe ſo mit Körper⸗ und Geiſteskräften leben, daß bei der höchſten Spannung der Seelenkräfte auch die des Körpers angeſtrengt werden, und der Künſtler mit den vollen Akkorden, welche er, begeiſtert hat ausſtrömen laſſen, ſelbſt den Geiſt aushaucht. Da⸗ her denn auch,— während er nur die Herven der Kunſt gelten läßt,— Verachtung und Spott allen Spielereien und Künſteleien, welche vom höchſten Wege in der Kunſt abziehen. Wenig Ergötzllicheres kann es geben als die Zeichnung der muſtkaliſchen und declamatoriſchen Thee⸗ und andern Geſellſchaf⸗ ten in den Fantaſieſtücken, wo die wunderlichſten und doch wahren Geſtalten ſich abquälen, zum Zeitvertreib und um zu glänzen, die Knnſt auf ihre Art zu behandeln. Es war natürlich, daß Hoff⸗ mann, der von heiliger Liebe für die Muſik ent⸗ flammt war, der unter ihrer Leitung höher und hö⸗ her in das Reich, wo alles Aeußerliche vergeſſen