Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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welche in genialem Uebermuthe„die wohl geordne⸗ ten Dinge“ in übel geordnete verwandelt hat, und daß wir auch nur ſelten einen reinen Genuß, wel⸗ chen uns die Poeſie ſonſt darbietet, bei Anſchanung dieſer kecken Misgeburten empfinden.*)

Hoffmann iſt aber zweitens auch Enthuſiaſt.

Er betrat als ſolcher ſeine litteraiſche Laufbahn,

und ſchwang das Panier der Kunſt. Er verſenkte ſich mit Sinn und Gedanken, wie ein entbrannter Liebender, in die tiefe Bedeutung, in den hohen Genuß der Kunſt, bis er, berauſcht von ihr, in ſeiner Begeiſterung ihn den Laien predigte, oder ſie durch ironiſches Lob der gemeinen Anſicht, wel⸗ che nur den Nutzen und die Erheiterung betrach⸗ tet, noch höher ſtellte. Er ſchien ſich ganz der ei⸗ nen, der Muſik, zu widmen, und indem er auf den ernſten und heiligen, himmelwärts ſteigenden, Tönen ſich ſelbſt in eine ſelige Höhe erhob, blickte er, unbeachtend die conventionelle Welt, auf die Entwürdigungen der Kunſt zur Aufheiterung, zum

Nutzen, zum Prunk, verachtungsvoll herab. Seine

Satyre wird namentlich bitter, wenn man, die

*) Vergl. was oben uͤber den Kreis geſagt worden iſt, in welchen Hoffmann durch ſeine Individua⸗ lität gebannt war. Dieſe gerechten Vorwuͤrfe treffen nicht den Schriftſteller⸗willen, ſonderu den Menſchen;— in ſofern hoͤren ſie aber auf, Vorwuͤrfe zu ſeyn. A. d. H.