Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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zu zeigen, wird es auch ſchwer ſein, ein poetiſches Gemüth zu erwecken. Nur durch die poetiſch liebe⸗ volle Schöpfung einer neuen Welt, oder durch eine dergleichen Umſchaffung der wirklichen, erhält das jugendliche Gemüth ein Gebiet, in welches es mit ſeinen poetiſchen Gefühlen ſich einbürgern kann, um nun ſelbſt, auf feſtem Grunde ſeinen Gedanken und Stimmungen zu folgen. Ich nenne hier nur etwa Tiek, in ſeinen Elfen, wo jeden, irgend für die Poeſie empfänglichen Sinn, der Zauber einer neu vom Dichter geſchaffenen Welt anſpricht, und Walter Scotts Dichtungen, in welchen ſelbſt ganz und gar nicht peotiſchen Gemüthern heimlich und wohl wird weil er die romantiſche Seite der wirklichen Welt hervorzuheben verſtanden hat. Aber in beiden ſteht eine feſte Welt vor uns, und die uns darin er⸗ ſcheinenden Geſtalten können wir, wenn ihr Auf⸗ treten auch überraſchend iſt, doch aus der Sphäre, die wir kennen, uns erklären. Man könnte nun zwar ſagen: Auch Hoffmann habe ſich eine ſolche feſte Welt ſchon gebildet, deren Charakter eben in

den Verwandlungen und der Miſchung des Phan⸗

taſtiſchen mit dem Wirklichen, was uns an jeder Ecke aufſtößt, läge; aber eben in der zu grellen Mi⸗ ſchung liegt der Grund, weshalb wir mit unſern menſchlichen Gefühlen und Gedanken uns ſelten hineinverſetzen, oder noch weniger einbuͤrgern und hei⸗ miſch machen können in der hyperphantaſtiſchen Welt,