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Sinnen alles zu ſchwinden beginnt und kein Ver⸗ hältniß, kein Leben mehr feſt und in ſich geſchloſ⸗ ſen erſcheint. Uberall iſt man zweifelhaft ob man mit der ſcheinbar wirklichen Perſon oder ihrem phantaſtiſchen Doppelgänger zu thun hat. Ich weiß ſehr wohl, daß in dieſem Zweifel alle Ironie be⸗ gründet iſt, daß ja ſelbſt in allen Erſcheinungen, in allen unſern Stimmungen und Gefühlen ein Zwieſpalt iſt, und wir uns ſo oft täuſchen, indem wir uns ein Gefühl als edel anrechnen, was im Grunde auf irgend einer egoiſtiſchen Anſicht baſirt iſt, aber dieſer Zweifel beherrſcht uns doch nicht immerwährend, der göttliche Funke wird oft in uns zum Lichtſchein und wir erkennen das Wahre. Aber in allen Hoffmann'ſchen Mährchen, waltet dies Doppelweſen vor, und zwar meiſt nicht auf heitere, ſondern zerſtörende Weiſe, die Zerſtörung iſt aber un⸗ ausbleiblich, wenn die entgegengeſetzten Pole zu einan⸗
der geſtellk werden, ohne daß ein anderes Mittel ihrer
Vereinigung als der Gedanke angegeben wird. Immer begegnen ſich Geſtalten aus der erbärmlichſten Wirk⸗ lichkeit mit körper⸗ und zeit⸗loſen Weſen höherer
Negionen. Ihr Conflict endet ſich in einer wahn⸗
ſinnartigen Ertödtung alles Geiſtes, in den gebrech⸗ lichen Leibern der erſteren, weil ſie zu ſchwach ſind um das Licht der letzteren in ſich einſtrömen zu laſ⸗ ſen, oder in einer Myſtifikation. Aber die Harmo⸗ monie eutſlieht dadurch, und ohne dieſe in der Natur


