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wandtes in der Nähe erblickt. So ſagte mir ein Kind einſt: Mährchen ſind wo Zauberei und Kö⸗ nige vorkommen, aber nicht das gewöhnliche Spiel⸗ zeug. Dieſe Anſicht iſt auch ganz in der Natur be⸗ gründet. Das Kind, gleich jedem wachen Menſchen, zieht eine Sehnſucht nach dem Fernen, nach dem Unbeſtimmten hin. Völlige Befriedigung wird kei⸗ nem Sterblichen zu Theil, eben weil er ſterblich iſt. Wenn wir auch mit voller Liebe die Umwelt betrach⸗ ten, und in jeder Erſcheinung den göttlichen Keim aufſuchen, ſo bleibt uns doch mindeſtens die Sehn⸗ ſucht nach Aufklärung über das Einverſtändniß al⸗ ler Dinge. Wie viel größer muß aber dieſe Sehn⸗ ſucht bei dem Kinde ſein, da der von ihm begriffene Kreis ſo enge iſt? Das Kind will Zauberer und Könige ſehen, Geſtalten, welche es gar nicht ge⸗ ben ſoll, oder welche in einer weit höhern Sphäre, die dem Kinde ſelbſt ſchon zauberartig erſcheint, um⸗ herwandeln. Aber das Fremde und Großartige ſoll auch in andern Weiſen als denen, welche es aus der Kinderſtube erblickt, auftreten. Der Eichwald im Sonnenſcheine, Silberbäche auf Blumenwieſen, roſige Feengärten, oder Kriſtallpalläſte, auch das phantaſtiſch Wunderbare in Pfefferkuchenhänſern ꝛc. oder, umgekehrt, ſchreckliche Abgründe mit Schlan⸗ gen und Flammen, verhexte Schlöſſer und Thürme müſſen die Scenerie bilden um auf die kindlichen Gemüther zu wirken, und ich kann hierin nur den


