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leben, auf eine Weiſe zu ſcheiden, die ſeinem prak⸗ tiſchen Sinne zur höchſten Ehre gereichte.
In ſeinem ſchriftſtelleriſchen Verkehr war ſchon weniger Ordnungsliebe. Wollte er einem Freunde aus einem Mannſcripte, oder etwa einen erhalte⸗ nen Brief, vorleſen, ſo konnte er, was er ſuchte, ge⸗ wiß nicht finden, wenn nicht die Frau helfend in's Mittel trat. Er band ſich an keine beſtimmte Ar⸗ beitsſtunden u. ſ. w. Doch hatte er zuletzt, als er faſt nichts, als Erzählungen für Taſchenbücher, ſchrieb, eine gewiſſe Reihenfolge in der Abliefe⸗ rung, nach dem Alter der Beſtellungen der Verle⸗ ger, eingeführt, an welcher er gewiſſenhaft hielt. Da er ſelbſt in den letzten Tagen ſeiner Krankheit, an nichts weniger, als an ſeinen Tod, dachte, ſo ergötzte es ihn, davon zu ſprechen, auf wie viele Jahre hinaus dieſe Beſtellungen ſchon reichten.
Die Stoffe zu ſeinen Geſchichten nahm er übri⸗ gens entweder rein aus der Phantaſie; aus dem
vwirklichen Leben, das ihm, bei ſeinem unaufhörli⸗
chen Verkehr an Menſchenerfüllten Orten immer
neue Charaktere darbot, oder aus Chroniken u. ſ. w., die er in dieſer Beziehung durchſah; und die Staf⸗
fage wählte er aus, nachdem er ſich durch die Ein⸗ ſicht von Werken, die ihm Sachverſtändige Freunde zu dieſem Zwecke vorſchlagen mußten, von dem darzuſtellenden Gegenſtande eine oberflächliche Kennt⸗ niß verſchafft. Es iſt bewundrungswürdig, mit
Koffmann's erzaͤhl. Schriften. XVIII. Bd. 2 a


