Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

29

ſchon oben bemerkt worden, im höchſten Grade unerträglich, wenn er da Langeweile fand, wohin man ihn eingeladen. Er ſchien es dann immer nicht verſchmerzen zu können, daß er einen Abend verlöre, den er ſonſt, bei ſeinen Lieblingsarbeiten, oder in der Umgebung, in der es ihm nun ein⸗ mal gemüthlich war, zugebracht haben würde. Vieles kam dabei auch darauf an, wie er eben an einem oder dem andern Tage geſtimmt war. Es konnte ihn heute ärgern, worüber er geſtern gelacht, oder ſich gefreut haben würde. Niemand wußte beſſer, als er ſelbſt, wie ſehr er unter der Herr⸗ ſchaft der Laune ſtand. Er hat in ſeinen Tage⸗ büchern eine ganze Scala der Stimmungen hin⸗ terlaſſen, durch die er die eben verfloſſenen Tage bezeichnete; z. B., Stimmung zum romantiſch⸗reli⸗ giöſen; exaltirt⸗humoriſtiſche Stimmung, geſpannt bis zu Ideen des Wahnſinns, die mir oft kom⸗ men! humoriſtiſch'ärgerliche; muſikaliſch exaltirte; gemüthlich aber indifferente; unangenehm⸗exaltirte romaneske, Stimmung; höchſt ärgerliche Stimmung, bis zum Exceß romantiſch und capricciös; ganz exotiſche Verſtimmung, ſehr exaltirte, aber poetiſch⸗ reine, höchſt comfortable, ſchroffe, ironiſche, geſpannte, höchſt moroſe, ganz cadüke, exotiſche aber miſerable, eraltirt⸗poetiſche Stimmung, in der ich eine tiefe Ehrfurcht vor mir empfand und mich ſelbſt unmäßig lobte; senza entusiasmo, senza exaltazione, ſchlecht

6 7