Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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Kindern lebten, u. ſ. w. Den Umgang mit Frauen liebte er eben nicht. Konute er,(dies war die Re⸗ gel, von der allerdings einige Ausnahmen Statt fanden,) ſie nicht myſtifiziren, oder ſie in die aben⸗ theuerlichen Kreiſe ſeiner Fantaſien ziehen, oder entdeckte er in ihnen nicht etwa entſchiedenen Sinn für das Komiſche, ſo zog er den Verkehr mit Män⸗ nern, bei denen ſich die letzte Eigeuſchaft viel häu⸗ figer entwickelt findet, bei weitem vor. Denn das Frazzenhafte, wie das Verborgenſte in der menſch⸗ lichen Natur, zogen ihn am meiſten an, und auch über dieſe Tiefen konnte er vorzugsweiſe nur mit Männern ſprechen. Mehr als reifere Frauen, in⸗ tereſſirten ihn noch junge Mädchen, die, beſonders, wenn ſie hübſch waren, einen ungemeinen Zauber über ihn übten; doch, hauptſächlich durch den Reitz, den ihr Anblick ihm gewährte, nicht durch die Ent⸗ faltung ihres Innern, wozu der Schlüſſel ihm fehlte. Dagegen mißlang es ihm nicht, Kinder, in denen er Empfänglichkeit für das Scurrile oder Fanta⸗ ſtiſche fand, wenn er ſich mit ihnen abgab, an ſich zu feſſeln. Unter allen Erſcheinungen in der Ge⸗ ſellſchaft, war ihm die gelehrter Frauen am gründ⸗ lichſten zuwider. Legte es eine ſolche auf ihn an, und ließ es ſich, wie auch wohl vorgekommen iſt, gar beigehen, in einer Art von Pairſchaft, ihm nahe zu treten, etwa bei Tiſche, ihren Platz neben ihm aufzuſchlagen, ſo war er im Stande,