85 nehmen glaube, zeigt, daß er etwas ſpricht, was wohl Dank ſeyn mag,— doch auch dieſe Bewe⸗ gung bemerke ich nur zuweilen.
Der Vetter. Da haſt du den entſchiedenen Ausdruck vollkommen abgeſchloſſener Reſignation: was iſt ihm das Geld, er kann es nicht nutzen; erſt in der Hand eines Andern, dem er ſich ruͤck⸗ ſichtslos anvertrauen muß, erhaͤlt es ſeinen Werth, — ich kann mich ſehr irren; aber mir ſcheint, als wenn das Weib, deren Gemuͤſekoͤrbe er traͤgt, eine fatale boͤſe Sieben ſey, die den Armen ſchlecht haͤlt, unerachtet ſie hoͤchſt wahrſcheinlich alles Geld, was er empfaͤngt, in Beſchlag nimmt. Jedesmal, wenn ſie die Koͤrbe zuruͤckbringt, keift ſie mit dem Blinden, und zwar in dem Grade mehr oder we⸗ niger, als ſie einen beſſern oder ſchlechtern Markt gemacht hat. Schon das leichenblaſſe Geſicht, die abgehungerte Geſtalt, die zerlumpte Kleidung des Blinden laͤßt vermuthen, daß ſeine Lage ſchlimm genug iſt, und es waͤre die Sache eines thaͤtigen Menſchenfreundes, dieſem Verhaͤltniß naͤher nach⸗ zuforſchen.
Ich. Indem ich den ganzen Markt uͤberſchaue, bemerke ich, daß die Mehlwagen dort, uͤber die Tuͤcher wie Zelte aufgeſpannt ſind, deßhalb einen maleriſchen Anblick gewaͤhren, weil ſie dem Auge ein Stuͤtzpunkt ſind, um den ſich die bunte Maſſe zu deutlichen Gruppen bildet.


