Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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Geldſtuͤck hinein, und ſchließt ihm die Fauſt, da⸗ mit die ſplendide Gabe ja nicht verloren gehe. Warum trippelt die kleine niedliche Mamſell ſo hin und her, und naͤhert ſich immer mehr und mehr dem Blinden? Ha, im Vorbeihuſchen hat ſie ſchnell, daß es gewiß Niemand als ich, der ich ſie auf dem Kern meines Glaſes habe, bemerkte, dem Blinden ein Stuͤck Geld in die Hand ge⸗ ſteckt, das war gewiß kein Dreier. Der glaue, wohlgemaͤſtete Mann im braunen Rocke, der dort ſo gemuͤthlich daher geſchritten kommt, iſt gewiß ein ſehr reicher Buͤrger. Auch er bleibt vor dem Blinden ſtehen, und laͤßt ſich in ein langes Ge⸗ ſpraͤch mit ihm ein, indem er den uͤbrigen Leuten den Weg verſperrt und ſie hindert, dem Blinden Almoſen zu ſpenden; endlich, endlich zieht er eine maͤchtige gruͤne Geldboͤrſe aus der Taſche, entknuͤpft ſie nicht ohne Muͤhe, und wuͤhlt ſo ent⸗ fetzlich im Gelde, daß ich glaube, es bis hieher klappern zu hoͤren, Parturiunt montes! Doch will ich wirklich glauben, daß der edle Menſchen⸗ freund, vom Bilde des Jammers hingeriſſen, ſich bis zum ſchlechten Groſchen verſtieg. Bei allem dem meine ich doch, daß der Blinde an den Markt⸗ tagen nach ſeiner Art keine geringe Einnahme macht, und mich wundert, daß er alles ohne das mindeſte Zeichen von Dankbarkeit annimmt; nur eine leiſe Bewegung der Lippen, die ich wahrzu⸗