Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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Der BVetter. Warum widrig? Es muß auch ſolche Kaͤuze geben, ſagt ein welterfahrener Mann, und er hat Recht, denn die Varietaͤt kann nie bunt genug ſeyn. Doch mißfaͤllt dir der Mann ſo ſehr, lieber Vetter, ſo kann ich dir daruͤber, was er iſt, thut und treibt, noch eine andere Hy⸗ potheſe aufſtellen. Vier Franzoſen, und zwar ſämmtlich Pariſer, ein Sprachmeiſter, ein Fecht⸗ meiſter, ein Tanzmeiſter und ein Paſtetenbaͤcker, kamen in ihren Jugendjahren gleichzeitig nach Ber⸗ lin, und fanden, wie es damals(gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts) gar nicht fehlen konnte, ihr reichliches Brot. Seit dem Augenblick, als die Diligence ſie vereinigte, ſchloſſen ſie den eng⸗ ſten Freundſchaftsbund, blieben ein Herz und eine Seele, und verlebten jeden Abend nach vollbrach ter Arbeit zuſammen, als echte alte Franzoſen, in lebhafter Converſation, bei frugalem Abendeſſen. Des Tanzmeiſters Beine waren ſtumpf geworden, des Fechtmeiſters Arme durch das Alter entnervt, dem Sprachmeiſter Rivale, die ſich der neueſten Pariſer Mundart ruͤhmten, uͤber den Kopf geſtie⸗ gen, und die ſchlauen Erfindungen des Paſteten⸗ baͤckers uͤberboten juͤngere Gaumenkitzler, von den eigenſinnigſten Gaſtronomen in Paris ausgebildet. Aber jeder des treu verbundenen Quatuors hatte indeſſen ſein Schaͤfchen ins Trockne gebracht. Sie zogen zuſammen in eine geraume, ganz arlige,