Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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Augen verſchämt nieder, jeder ihrer Schritte iſt furchtſam, wankend. ſchüchtern hält ſie ſich an ihre Begleiterin, die ihr mit foreirtem Angriff den Weg ins Gedränge bahnt, ich verfolge ſie, da ſteht die Köchin ſtill vor den Gemüſekörben, ſie feilſcht, ſie zieht die Kleine heran, die mit halbweggewandtem Geſicht ganz geſchwinde, ge⸗ ſchwinde, Geld aus dem Beutelchen nimmt und es hinreicht, froh, nur wieder los zu kommen, ich kann ſie nicht verlieren, Dank ſey es dem rothen Shawl ſie ſcheinen etwas vergeblich zu ſuchen,

endlich, endlich; dort weilen ſie bei einer Frau,

die in zierlichen Körben feines Gemüſe feil bietet, der holden Kleinen ganze Aufmerkſamkeit feſ⸗ ſelt ein Korb mit dem ſchönſten Blumenkohl, das Mädchen ſelbſt wählt einen Kopf und legt ihn der Köchin in den Korb, wie, die Unverſchämte! ohne Weiteres nimmt ſie den Kopf aus dem Korbe heraus, legt ihn in den Korb der Verkäuferin zu⸗ rück, und wählt einen andern, indem ihr heftiges Schütteln mit dem gewichtigen, Kantenhaubenge⸗ ſchmückten Haupte noch dazu bemerken läßt, daß

ſie die arme Kleine, welche zum Erſtenmale ſelbſt⸗

ſtändig ſeyn wollte, mit Vorwürfen überhäuft Der Vetter. Wie denk'ſt du dir die Gefühle dieſes Mädchens, der man eine Häuslichkeit auf⸗

dringen will, welche ihrem zarten Sinn gänzlich

widerſtrebt? Ich kenne die ho de Kleine; es iſt die