64 Der Better. Meinſt du, Vetter? ich für meinen Theil glaube das Gegentheil. Was kann der Selbſteinkauf für andere Zwecke haben, als ſich von der Güte der Waare, und von den wirklichen Markt⸗ preiſen zu überzeugen? Die Eigenſchaften, das An⸗ ſehn; die Kennzeichen eines guten Gemüſes, eines guten Fleiſches u. ſ. w., lernt die angehende Haus⸗ frau ſehr leicht auf andere Weiſe erkennen, und das kleine Erſparniß der ſogenannten Schwenzel⸗ pfennige, das nicht einmal Statt findet, da die be⸗ gleitende Köchin mit den Verkäufern ſich unbedenk⸗ lich insgeheim verſteh't, wiegt den Nachtheil nicht auf, den der Beſuch des Markts ſehr leicht herbei⸗ führen kann. Niemals würde ich, um den Preis
voon etlichen Pfennigen, meine Tochter der Gefahr
ausſetzen, eingedrängt in den Kreis des niedrig⸗ ſten Volk's, eine Zote zu hören, oder irgend eine loſe Rede eines brutalen Weibes oder Kerls ein⸗ ſchlucken zu müſſen.— Und dann, was gewiſſe Spe⸗ kulationen liebeſeufzender Jünglinge, in blauen Röcken, zu Pferde, oder in gelben Flauſchen mit ſchwarzen Kragen zu Fuß, betrifft, ſo iſt der Markt —— Doch ſieh', ſieh', Vetter! wie gefällt dir das Mädchen, das ſo eben dort an der Pumpe, von der ältlichen Kochin begleitet, daher kommt? Nimm mein Glas, nimm mein Glas, Vetter!
Ich. Ha, was für ein Geſchöpf, die Anmuth, die Liebenswürdigkeit ſelbſt,— aber ſie ſchlägt die
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