Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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Stuhl der Betſchweſter, hier unter den Seſſel der Krämerfrau gekrochen iſt, und, neidiſch auf ihr Glück, heimtückiſcher Weiſe die Stuhlbeine weg⸗ ſägt. Plump! fällt ſie in ihr Glas und Porzel⸗ lan, und mit dem ganzen Handel iſt es aus. Das wäre denn doch ein Falliſſement im eigentlichſten Sinne des Worts.

Ich. Wahrhaftig, lieber Vetter! du haſt mich jetzt ſchon beſſer ſchauen gelehrt. Indem ich meinen Blick in dem bunten Gewühl der wogenden Menge umherſchweifen laſſe, fallen mir hin und wieder junge Mädchen in die Augen, die, von ſauber an⸗ gezogenen Köchinnen, welche geräumige, glänzende Marktkörbe am Arme tragen, begleitet, den Markt durchſtreifen, und um Hausbedürfniſſe, wie ſie der Markt darbietet, feilſchen. Der Mädchen modeſter Anzug, ihr ganzer Anſtand, läßt nicht daran zwei⸗ feln, daß ſie wenigſtens vornehmen bürgerlichen Standes ſind. Wie kommen dieſe auf den Markt?

Der Vetter. Leicht erklärlich. Seit einigen Jahren iſt es Sitte geworden, daß ſelbſt die Töch⸗ ter höherer Staatsbeamten auf den Markt geſchickt werden, um den Theil der Hauswirthſchaft, was den Einkauf der Lebensmittel betrifft, praktiſch zu erlernen.

Ich. In der That eine löbliche Sitte, die,

nächſt dem praktiſchen Nutzen, zu häuslichen Geſin⸗

nungen führen muß.