Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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len Farben im Sonnenſchein ſchimmern ließ. Sie wurden Handels einig. Als nun aber die Arme aus dem Schnupftuchzipfel die kleine Kaſſe ent⸗ wickelte, reichte die Baarſchaft nicht hin zu ſol⸗ cher Ausgabe. Mit hochgluͤhenden Wangen, helle Thraͤnen in den Augen, entfernte ſich das M ad⸗ chen ſo ſchnell ſie konnte, waͤhrend die Alte, hoͤh⸗ niſch auflachend, das Tuch zuſammenfaltete und in den Korb zuruͤckwarf. Artige Redensarten mag es dabei gegeben haben. Aber nun kennt der an⸗ dere Satan die Kleine, und weiß die traurige Ge⸗ ſchichte einer verarmten Familie aufzutiſchen, als eine ſcandaloͤſe Chronik von Leichtſinn und viel⸗ leicht gar Verbrechen, zur Gemuthsergoͤtzlichkeit der getaͤuſchten Kraͤmerin. Mit der Taſſe Kaffee wurde gewiß eine derbe, fauſtdicke Verlaͤumdung belohnt.

Ich. Von allem, was du da herauscombinirſt, lieber Vetter, mag kein Woͤrtchen wahr ſeyn, aber indem ich die Weiber anſchaue, iſt mir, Dank ſey es deiner lebendigen Darſtellung, alles ſo plauſi⸗ bel, daß ich daran glauben muß, ich mag wollen oder nicht.

Der Vetter. Ehe wir uns von der Theater⸗ wand abwenden, laß uus noch einen Blick guf die

dicke gemuͤthliche Frau, mit vor Geſundheit ſtrotzen⸗

den Wangen werfen, die in ſtoiſcher Ruhe und Gelaſſenheit, die Haͤnde unter die weiße Schuͤrze