len Nachbarn fuͤr das haͤuslichſte, wirthſchaftlichſte Maͤdchen, und in der That ſie iſt auch ſo wirth⸗ ſchaftlich, und wirthſchaftet jeden Tag, vom Mor⸗ gen bis in den Abend auf ſolche entſetzliche Weiſe, daß dem armen Geheim⸗Secretaͤr daruͤber Hoͤren und Sehen vergeht, und er ſich dorthin wuͤnſcht, wo der Pfeffer waͤchst. Stets ſind alle Pauken⸗ und Trompeten⸗Regiſter der Einkaͤufe, der Be⸗ ſtellungen des Kleinhandels und der mannigfa⸗ chen Beduͤrfniſſe des Hausweſens gezogen, und ſo gleicht des Geheim-⸗Secretairs Wirthſchaft einem Gehaͤuſe, in dem ein aufgezogenes Uhrwerk ewig eine tolle Sinfonie, die der Teufel ſelbſt kompo⸗ nirt hat, fortſpielt; ungefaͤhr jeden vierten Markt⸗ tag wird ſie von einer andern Magd begleitet.
Sapienti sat!— Bemerkſt du wohl— doch nein, nein, dieſe Gruppe, die ſo eben ſich bildet, waͤre wuͤrdig von dem Crayon eines Hogarth's verewigt zu werden. Schau doch nur hin, Vetter, in die dritte Thuͤroͤffnung des Theaters!
Ich. Ein Paar alte Weiber auf niedrigen Stuͤh⸗ len ſitzend,— ihr ganzer Kram in einem maͤßi⸗ gen Korbe vor ſich ausgebreitet,— die Eine haͤlt bunte Tuͤcher feil, ſogenannte Vexierwaare, auf den Effekt fuͤr bloͤde Augen berechnet,— die An⸗ dere haͤlt eine Niederlage von blauen und grauen Struͤmpfen, Strickwolle u. ſ. w. Sie haben ſich zu einander gebeugt,— ſie ziſcheln ſich in die Oh⸗


