Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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fachen Weh's, das er duldete, unerachtet, erſonnen. Aber den Weg, den der Gedanke verfolgen mußte, um auf dem Papier geſtaltet zu erſcheinen, hatte

der böſe Dämon der Krankheit verſperrt. So wie

mein Vetter etwas aufſchreiben wollte, verſagten ihm nicht allein die Finger den Dienſt, ſondern der Gedanke ſelbſt war verſtoben und verflogen. Da⸗

rüber verfiel mein Vetter in die ſchwärzeſte Melan⸗

cholie.Better!« ſprach er eines Tages zu mir, mit einem Ton, der mich erſchreckte,Vetter, mit mir iſt es aus! Ich komme mir vor, wie jener alte, vom Wahnſinn zerrüttete Maler, der Tage

lang vor einer in den Rahmen geſpannten grun⸗ dirten Leinewand ſaß, und allen, die zu ihm ka⸗

men, die manigfachen Schönheiten des reichen, herr⸗

lichen Gemäldes anpries, das er ſo eben vollendet; ich geb's auf, das wirkende, ſchaffende Leben, welches, zur äußern Form geſtaltet, aus mir ſelbſt

hinaus tritt, ſich mit der Welt befreundend!

Mein Geiſt zieht ſich in ſeine Klauſe zurück!

Seit der Zeit ließ ſich mein Vetter, weder vor mir, noch vor irgend einem andern Menſchen, ſehen.

Der alte grämliche Invalide wies uns murrend und

beifend von der Thüre weg, wie ein beißiger Haus⸗ hund. 1 Es iſt nöthig zu ſagen, daß mein Vetter ziem⸗ lich hoch in kleinen niedrigen Zimmern wohnt. Das iſt nun Schriftſteller⸗ und Dichter⸗Sitte. b