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ſtuhl, und aus dem Lehnſtuhl in das Bette ſchro⸗ tet. Aber noch eine Aehnlichkeit trägt mein Vet⸗ ter mit jenem Franzoſen, den eine beſondere, aus dem gewöhnlichen Gleiſe des franzöſiſchen Witzes ausweichende Art des Humors, trotz der Sparſam⸗ keit ſeiner Erzeugniſſe, in der franzöſiſchen Litera⸗ tur feſtſtellte. So wie Scarron, ſchriftſtellert mein Vetter; ſo wie Scarron, iſt er mit beſonderer le⸗ bendiger Laune begabt, und treibt wunderlichen humoriſtiſchen Scherz auf ſeine eigene Weiſe. Doch zum Ruhm des deutſchen Schriftſtellers ſey es be⸗ merkt, daß er niemals für nöthig achtete, ſeine kleinen pikanten Schüſſeln mit Aſa fötida zu wür⸗ zen, um die Gaumen ſeiner deutſchen Leſer, die dergleichen nicht wohl vertragen, zu kitzeln. Es genügt ihm das edle Gewürz, welches, indem es reizt, auch ſtärkt. Die Leute leſen gerne, was er ſchreibt; es ſoll gut ſeyn und ergötzlich: ich ver⸗ ſtehe mich nicht darauf. Mich erlabte ſonſt des Vetters Unterhaltung, und es ſchien mir gemüth⸗ licher, ihn zu hören, als ihn zu leſen. Doch eben dieſer unbeſiegbare Hang zur Schriftſtellerei hat ſchwarzes Unheil über meinen armen Vetter gebracht; die ſchwerſte Krankheit vermochte nicht den raſchen Rädergang der Fantaſie zu hemmen, der in ſei⸗ nem Innern fortarbeitete, ſtets Neues und Neues erzeugend. So kam es, daß er mir allerlei an⸗ muthige Geſchichten erzählte, die er, des mannig⸗


