Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

59 iſt die Woch' zu Ende, oder: In Berlin, in Ber⸗ lin, wo die ſchoͤnen Linden bluͤh'n, oder: der Schneider muß nach Pankow ſchnell hinaus ꝛc. ꝛc. Dann hatte er auch einen unwiderſtehlichen Drang, gewiſſe Tanzboden zu beſuchen, wo ſich das Handwerk zu vergnuͤgen pflegt mit ſattſam geputzten Maͤgden. Gewoͤhnlich wurde er mit Schimpf und Schande herausgeworfen, weil er im Dreher nicht in den Takt kommen konnte, und der gewandteſten Koͤchin den eiergelben Schnuͤr⸗ ſtiefel aus der Facon trat. Was aber eigentlich jeder guten Meinung von ihm den Hals brach, war, daß er auf dem Gensd'armes⸗Markt, gerade an einem Marktmorgen, plötzlich, wie vom boͤſen Teufel erfaßt, in eine Heringstonne griff und den ergriffenen Salzmann auf einem Beine tan⸗ zend verzehrte. Half's, daß er das tobende Weib mit einem gefluͤgelten Eſel großartig belohnte? Jeder ſchalt ihn einen ſittenloſen Menſchen, der Gott nicht vor Augen. Hin war die gute Mei⸗ nung, und die rettet kein Eſel. Wenige Tage darauf hatte auch der wunderliche Fremdling Berlin verlaſſen. Zu nicht geringem Erſtaunen der Wirthsleute und aller derer, die gerade aus den Fenſtern guckten, war er in einer ganz und gar ſilbernen Kutſche davon gefahren im brauſenden Trott. Vor wenigen Tagen war an der Wirthstafel