Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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im Hôtel de Brandenbourg die Rede von dieſem ſeltſamen Manne, und Herr Krauſe erwaͤhnte, daß man auf dem Sekretair in der Stube, die er bewohnt, ein Roͤllchen beſchriebenes Papier ge⸗ funden, das er aufbewahre. Auf Verlangen er⸗ hielt ich dieſes Roͤllchen. Wer ſchildert aber mein Erſtaunen, meine Freude, mein Entzuͤcken, als ich auf den erſten Blick ins Manuſcript wahrnahm, daß der Fremde niemand anders geweſen, als der beruͤhmte, zum Kaiſer von Aromata avancirte Schneidergeſelle Abraham Tonelli, deſſen merk⸗ wuͤrdige Lebensgeſchichte vor mehreren Jahren in dem achten Bande der Straußfedern der Leſewelt mitgetheilt wurde. Merkwuͤrdig genug ſcheint es, daß gegenwaͤrtige Memoires gerade da, wo jene Lebensgeſchichte ſchließt, anfangen, und ſich daher derſelben ziemlich genau anreihen. Es iſt moͤglich, daß Tonelli in Berlin den Redacteur ſeiner fruͤheren Lebensgeſchichte(Ludwig Tiek) ſuchte, und nicht fand. Hat mir aber nun ein⸗

mal das Schickſal Tonelli's ferneres Manuſeript

in die Haͤnde geſpielt, ſo finde ich darin einen Beruf, mich ſogleich der Redaction deſſelben zu unterziehen, und weder Herr Abraham Tonelli, noch Herr Ludwig Tiek koͤnnen dieß unguͤtig auf⸗ nehmen.*)

*) Den geneigten Leſern, die etwa den achten