Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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38 Handſchuh, konnte ſich manchmal ausglaͤtten zu hellem Sonnenſchein, und er hatte dann den ge⸗ wiſſen gnaͤdigen Blick, mit dem hohe Herr⸗ ſchaften oͤfters ein ganzes Rudel armer Leute ſatt fuͤttern lange Zeit hindurch, und mit den Gold⸗ ſtuͤcken, die er in Huͤlle und Fuͤlle beſaß, hatte es auch eine ganz eigene Bewandtniß. Das Gepraͤge war naͤmlich von der Art, daß die Stuͤcke durch⸗ aus in keine Rubrik alles nur erdenklichen frem⸗ den Geldes zu bringen. Auf der einen Seite ſtand eine Inſchrift, die beinahe Chineſiſch ſchien. Auf der Kehrſeite befand ſich aber in dem, mit einer Turban aͤhnlichen Krone bedeckten Wappen⸗ ſchilde, ein kleiner, niedlicher gefluͤgelter Eſel. Der Wirth des Hauſes wollte daher auch dieſe, gänzlich unbekannte Muͤnze nicht eher in Zahlung nehmen, bis auf Befragen der General⸗Muͤnz⸗ Wardein Loos ihm verſichert, wie das Gold be⸗ ſagter Stuͤcke ſo uͤberaus fein ſey, daß es ordent⸗ licher Uebermuth geweſen, daraus Geld zu praͤgen. Wollte man aber nun auch wirklich ahnen, daß der wunderliche Kleine ein, Inkognito reiſender aſiatiſcher Potentat, ſo ſtand damit wieder man⸗ ches in ſeinem Betragen in dem grellſten Wider⸗ ſpruch. Mit hoher kreiſchender Stimme pflegte er naͤmlich oͤfters Lieder zu ſingen, die eben nicht in der vornehmen Welt vorzukommen pflegen, wie z. B.: Am Sonnabend, am Sonnabend, da