freilich nun wieder unaufloͤslichen Raͤthſeln anzu⸗ gehoͤren ſchien. Er gab naͤmlich zu verſtehen, daß er ſonſt als bedeutender Kuͤnſtler ſich reichlich ge⸗ naͤhrt, dann aber auf geheimnißvolle Weiſe zu einem ſehr hohen Stande gelangt, der jedem weit mehr gewaͤhre als das liebe taͤgliche Brod.— Da⸗ bei fuhr er mit beiden Armen auseinander, welche Pantomime, die beinahe anzuſehen, als wolle er Jemanden das Maß nehmen, er uͤberhaupt ſehr liebte und oͤfters wiederholte, und zeigte dann mit geheimnißvollem Laͤcheln in die Mohrenſtraße hinein, meinend, wenn man da ſo hinabginge, und ſo immer fort und fort, ſo wuͤrde man doch wohl endlich in den kleinen, von beiden Seiten mit Brombeerſtrauch eingefaßten Feldweg kommen, der gleich hinter Cochinchina, links ab, weiter auf die große Wieſe fuͤhre, uͤber die hinweg man in ein großes, ganz propres Reich gelange. Und er wiſſe wohl, wer dort zu ſeiner Zeit als ein be⸗ ruͤhmter Kaiſer geherrſcht und praͤchtige Goldſtuͤcke habe ſchlagen laſſen. Dabei klapperte der Fremde mit Goldſtuͤcken in der Taſche, und ſah ſo ganz beſonders pfiffig aus, daß man auf den Gedan⸗ ken gerathen mußte, jener Kaiſer hinter der großen Wieſe ſey am Ende niemand Anders geweſen als er, der kleine Fremde ſelbſt. Wahr iſt es, ſein Geſicht, das ſonſt gewoͤhnlich zuſammengeſchrumpft, wie ein naß gewordener Hoffmann's erzaͤhl. Shriften. XV. Bd. 2 a
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