Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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Nro. 3. b

Neueſte Schickſale eines abentheuerlichen Mannes.

Mitgetheilt von

E. T. A. Hoffmann.

Vorwort.

Nicht gar zu lange iſt es her, als in dem hie⸗ ſigen Gaſthofe, das Hôtel de Brandenbourg ge⸗ heißen, ein Fremder eingekehrt war, der, Ruͤckſichts ſeines Aeußern, ſeines ganzen Betragens, mit Recht ein wenig ſeltſam zu nennen. Sehr klein, und dabei beinahe magerer als mager, die Knie merklich einwaͤrts gebogen, ging oder huͤpfte er vielmehr, mit einer kurioſen, man moͤchte ſagen un⸗ angenehmen Geſchwindigkeit durch die Straßen, und trug Kleider von auffallender Farbe wie Keiner; z. B. Lilas, Zeiſiggruͤn ꝛc., die aber, ſeiner Mager⸗ V keit unerachtet, ihm viel zu knapp zugeſchnitten wa⸗ ren, und dazu ſaß ihm ein kleines rundes Huͤtchen,

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mit einer blinkenden Stahlſchnalle, ganz ſchief nach dem linken Ohr zu auf der Friſur. Friſiren und pudern ließ ſich der Kleine naͤmlich jeden Tag auf das ſchoͤnſte, und einen amoͤnen Studentenzopf aus den Neunziger Jahren einbinden, von dem