Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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33 daß ich dieſelbe Stelle ſpaͤter in Dresden hatte, auch hier alles Elend des Krieges uͤberſtehen mußte, und erſt im Jahr 1815 wieder eintreten konnte in das Kammergericht, wiewohl nach der Ancien⸗ netaͤt, die mir mein Rathspatent vom 2. Februar 1802 gab, welches denn nun wohl gar keine Ent⸗ ſchaͤdigung ſeyn kann. Das, bis zum Tode des ſehr wackern, uns wohl bekannten Juſtizraths, bis zur Unbedeutenheit geſchmolzene Vermoͤgen, das noch uͤberdies mancherlei Legate zerſplitterten, reichte gerade hin, mich hier anderthalb Jahre hindurch, die ich ohne Gehalt hinbringen mußte, zu er⸗ naͤhren, und mich dann haͤuslich einzurichten. Jetzt lebe ich in dem uͤbertheuern Berlin lediglich von meinem Gehalt und dem, was ich ſonſt etwa durch Schriftſtellerei verdiene. Vielleicht iſt der lite⸗ rariſche Ruf des Verfaſſers der Fantaſieſtuͤcke in Callot's Manier, der Elixiere des Teufels, der Nachtſtuͤcke u. ſ. w., bis nach B., oder gar bis nach C. gedrungen, und es iſt vielleicht ſogar moͤglich, daß man wenigſtens in B. von dem Componiſten der Fouqué'ſchen Oper: Undine, die mit vorzuͤgli⸗ cher Pracht(Dekorationen und Coſtum koſteten ge⸗ gen 12,000 Rthl.) auf dem hieſigen Theater ſeit Jahresfriſt oft gegeben wurde, etwas weiß. Solch ein Verfaſſer und Componiſt hin ich nun ſelbſt, und Du ſiehſt, liebſter Bruder, daß ich trotz der finſtern und ſattſam langweiligen Juriſterei auch