Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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weſen ſey, ſich ſelbſt Rum einzuſchenken, und, wie ſchon geſagt, wäre es allerdings möglich, daß er un⸗ bemerkt doch mehrere Gläſer ſchnell hinuntergeſtürzt haben könnte; aller phyſiſchen und pſychiſchen Er⸗ fahrung zuwieder iſt es aber, daß eine, bis zur gänz⸗ lichen Bewußtloſigkeit geſteigerte Trunkenheit unbe⸗ merkt bleiben ſollte. Sämmtliche Perſonen, die ſich an gedachtem Tage in ſeiner Nähe befanden, der S.. die G.., die W... der P... die S.. bekunden indeſſen einſtimmig⸗ daß ſie auch nicht im Mindeſten an dem Angeſchuldigten ir⸗ gend einen exaltirten Zuſtand wahrnahmen. Sein Betragen vor, bei und nach der That, als er ſei⸗ ner Frau die Taſſe aus der Hand nahm, den Kaffee weggoß, als er den Grünſpan aus dem Kram fort⸗ zuſchaffen ſuchte, wie es weiter unten näher erör⸗ tert werden ſoll, zeugt von vollkommener Beſonnen⸗ heit. Eine Viertelſtunde nach dem Vorfall ſpielte der Angeſchuldigte auch, wie der P... und die G.. bezeugen, eine Parthie Billard mit aller ihm eigenen Beurtheilungskraft, und war ganz ruhig und vergnügt.

Alles dies widerlegt das Vorgeben des Angeſchul⸗ digten, Rückſichts der Trunkenheit, hinlänglich; der Zuſtand, in dem ſich der Angeſchuldigte zur Zeit des Kaffeetrinkens befunden haben will, würde, wie er ihn beſchreibt, auch mehr dem eines ſonnambulen Nachtwandlers gleichen, der Dinge unternimmt, die

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