dig zu betrachten„welches bei der ſchwer beleidig⸗ ten Ehefrau um ſo weniger Zweifel leidet, da die Akten deutliche Spuren enthalten, daß es dem Manne, nach ſeiner Verbaftung gelungen iſt, ihr Mitleid rege zu machen. Auf ihrer Ausſage beruht der oben erzählte Hergang der Sache, P... über⸗ lieferte die Taſſe, woraus die S... getrunken hatte, dem Magiſtrat, der Magiſtrat dem Stadt⸗
gerichte, dieſes dem Criminalgerichte zu M...;
jedesmal geſchah die Ueberlieferung wohl verſiegelt, der Angeſchuldigte hat ſelbſt die Taſſe vor dem Cri⸗ minalgericht für dieſelbe anerkannt, die ihm in D... vorgezeigt worden, und hiernach iſt es nicht zu be⸗ zweifeln, daß die Taſſe, woraus die S.. den Kaffe genoſſen, dieſelbe iſt, welche von dem Inqui⸗ renten wohlverſiegelt dem Doctor R... und dem Apotheker S... zur chemiſchen Prüfung überlie⸗ fert wurde. Der Grünſpan iſt als gewöhnliche Mahlerfarbe, ſchon nach dem äußern Anſehen, auch vielen in der Chemie ganz Unerfahrenen bekannt; um ſo weniger konnte daher der Apotheker H... in D... ſich täuſchen, der nach der Anzeige des P... das, womit die Taſſe beſchmiert war, ſo⸗ gleich für Grünſpan erkannte. Bei der ſorgfälti⸗ gen chemiſchen Unterſuchung ergab ſich denn auch mit entſcheidender Gewißheit der Kupfergehalt der grünlichen, noch an der Untertaſſe klebenden Ma⸗ terie, welche, nach der Verſicherung der oben ge⸗


