Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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nannten Sachverſtändigen, Grünſpan, mithin ein ätzendes mineraliſches Gift war, auf deſſen Genuß, auch nur in geringer Quantität, häufiges Erbre⸗ chen, heftiger Leibſchmerz, Entzündung des Magens und des Darmkanals, und endlich der Brand und der Tod erfolgt. Mit dieſem Urtheil über den Cha⸗ rakter und die Wirkung des Grünſpans ſtimmt auch Metzgger überein, der die Kupferkalche, wozu der Grünſpan gehört, zur erſten Klaſſe der ätzenden oder freſſenden Gifte(venena acria, inflammato- ria, corrosiva) zählt, die im erſten Grade genoſ⸗ ſen, den Vergifteten in 6 bis 24 Stunden, unter den heftigſten Symptomen, im 2ten Grade unter min⸗ der heftigen Symptomen, in 5 bis 9 Tagen tödten; aber im dritten Grade auch ſchon Kolik und Ner⸗ venzufälle verurſachen, deren Heilung jedoch mög⸗ lich, wiewohl meiſtens vergeblich iſt, indem wenig⸗ ſtens außer der Schwäche leicht Hautausſchläge und andere Hautübel zurückbleiben. Metzger Syſtem der gerichtlichen Arzneiwiſ⸗ ſenſchaft Abſchnitt II. Cap. VII.§. 215 u. f. Die S.. hat nach dem eben erzählten Verlauf der Sache nur äußerſt wenig von dem Gift genoſ⸗ ſen, da ſie nur einen Schluck Kaffee nahm, den zweiten wegſpie und noch Kaffee in der Taſſe blieb, welchen Angeſchuldigter umrührte, und in den Spuck⸗ napf ausgoß. Nur der geringen Maſſe des Giftes, die die S.. verſchluckte, ſo wie auch wohl dem ſchnellen Genuſſe der Milch iſt es zuzuſchreiben, daß