Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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gewiß einſt eine Künſtlerin werden wolle, nur um Dir Freude zu machen.

Ueber Bernthals Antlitz flog ein finſterer Schat⸗ ten, und er zuckte zuſammen, als habe eine Schlange ihn verwundet.

Der Zauber war gebrochen, und indem Bern⸗ thal aus dieſem ſeligen Reiche der Träume und Täuſchungen, zu welchem Anna ihn hinübergetragen, erwachte, fühlte er die Welt und den Dämon wieder Macht über ſich gewinnen.

Er ſtand auf und machte einige raſche Gänge durch das Zimmer; dann fragte er mit einer Stimme welche jetzt minder weich und zärtlich klang als zu⸗ vor: Und Deine Arbeit, Anna?

Iſt vollendet! ſagte das junge Mädchen nicht ohne Stolz, und indem ſie lächend an den Schreib⸗ tiſch eilte, und aus deſſen verſchloſſener Chatoulle eine glänzende Kupferplatte hervorzog.

Bernthal griff haſtig darnach und eilte damit nnter den Kornleuchter.

Eiine Pauſe trat ein. Bernthal blickte mit prü⸗ fenden, ſcharfen Blicken auf dieſe Kupferplatte, welche er in ſeiner Hand hielt, und die er mit dem Blatt Papier, das er daneben hielt, ſorgſam zu vergleichen ſchien. Anna aber ſchaute nur auf das Antlitz ihres