Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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niſſen zufrieden ſeieſt. Und dann dieſes Entzücken, als Du jetzt meinen eben vollendeten Kupferſtich in die Hand nahmſt, weiß Du, es war der Johannes nach dem Kupferſtich von Müller. Du ſahſt ihn an, und rieſſt: aber dies iſt ja das Original, wo iſt denn die Kopie? Niemals, mein Vater, niemals habe ich mich ſtolzer und glücklicher gefühlt, als in dem Moment. Ich war ſo ſelig, daß ich Dir gar nicht antworten, ſondern Dich nur anſehen konnte, während Schweſter Euſebia, meine Lehrerin, zu Dir ſagte, dies ſei die Kopie, und ich habe freilich genau jeden Strich des Originals mit meiner Feder nach⸗ gezeichnet, ſo daß die Kopie kaum vom Original zu unterſcheiden ſei. Da riefſt Du: welch' ein ſeltenes und unbezahlbares Talent iſt dies! Und Du warfſt auf mich einen Blick, o einen Blick, den ich bis in das Innerſte meiner Eingeweide empfand und der mich durchrieſelte, wie der Thau die Blume, indem er ſie mit friſchem Lebensbalſam tränkt. O meine guten Nonnen hatten mich oft ihre kleine Künſtlerin genannt, und es hatte mich kalt gelaſſen, aber als Du es ſagteſt, da fühlte ich mich ſtolz und glücklich, aber auch recht demüthig und beſcheiden, und ich ſchwur mir heimlich in meinem Herzen, daß ich ganz