Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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welcher das Haus betrat. Er hatte inmitten ſeines tollen und wüſten Lebens der armen Marie und ihrer Mutter längſt vergeſſen. Aber ſie gedachte ſeiner mit jedem Athemzug ihrer kranken und fiebern⸗ den Bruſt, ſie hatte es jetzt zu ihrer heiligſten Auf⸗ gabe gemacht, ihn zu beobachten und zu überwachen, und langſam und durchſichtig, wie Spinngewebe ſo zart, ein Vetz um ihn zu ziehen, welches aber einſt ſo ſtark werden ſollte, daß er es nicht mehr zerreißen konnte, ſondern darin erſticken mußte. Sie hatte mit der Ba⸗ ronin Lucinde, welche, ihr Entſetzen überwindend, am andern Tage zurückgekehrt war zu Marien, genau ihren Plan der Rache geprüft und erwogen, und nichts dachte, nichts wollte ſie weiter, als dieſen Plan jetzt ins Werk ſetzen.

Einer Eumenide gleich heftete ſie ſich an ſeine Ferſen, ſicher ihn eines Tages tödtlich und n tend zu treffen.

Aber dieſes ewige Beobachten und heiniche Verfolgen dauerte jetzt ſchon ſechs Tage und immer noch hatte ſie ſich ihm nicht perſönlich genähert. Sie konnte immer noch ihren Abſcheu nicht über⸗ winden, immer noch nicht die Kraft finden, ihm freundlich zu ſein.

Du wirſt noch ſo lange zaudern und warten,