Dunkel, in welches er ſich manche Tage einhüllte, auch nur eine Maske, eine Verkleidung, durch welche er die Neugierde der Menſchen erregen und ihre Gedanken an ſich feſſeln wollte.
Aur zwei Augen gab es, welche er niemals zu täuſchen, niemals zu betrügen vermochte, welche ewig ihn verfolgten mit ihrem brennenden, lauernden Blick, und ihn niemals verließen oder ſich von ihm wandten. Ein Weſen gab es, welches ihm treuer folgte, als der Hund ſeinem Herrn, welches ſich an ſeine Ferſen heftete, wie ſein Schatten. Er kannte ſie nicht, er ſah es nicht, wenn ſie Nachts, einem unheimlichen bleichen Schatten gleich, auf der Schwelle ſeiner Thür kauerte und zu ſeinen Fenſtern empor blickend heimliche Flüche und Verwünſchungen flüſterte; er achtete nicht auf dieſe dunkle Geſtalt, welche hinter ihm herſchlich, wenn er Abends, tief in ſeinen Mantel gehüllt, raſch und eilig durch die Straßen ging, welche ihm folgte zu dieſem einſamen, abgelegenen Hauſe auf dem Köpniker Felde, einer der verrufenſten und einſamſten Gegenden von Ber⸗ lin. Er hatte keine Augen für dies in Lumpen ge⸗ hüllte alte Weib, welches gerade ſeiner Wohnung gegenüber halbe Tage lang auf einer Bank in der Mitte der Linden kauerte und Jeden beobachtete,


