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Blicke auf Lucinde hin, welche unſchlüſſig, wohin ſie ſich zu wenden habe, noch immer ſcheu und ängſtlich an der Hausthüre ſtand.
Sie iſt ſehr ſchön, ſagte Marie.
Nicht ſo ſchön wie Du, rief die Alte eifrig, gewiß nicht ſo ſchön, wie Du ſein würdeſt, wenn Du, wie ſie, in weichen Betten ſchlafen und ſeidene Kleider tragen könnteſt. Und Du könnteſt das Alles haben, wenn Du nur wollteſt.
Still, Mutter, geh hin und führe die Dame her.
Die Alte ſchlug ſogleich die Thür zurück, daß ſie ſich klirrend in den Angeln drehte, und humpelte mit einem grinſenden Lächeln zu Lucinden hin, die
ihr mit einem freudigen Ausruf entgegen kam, und
der Alten zu ihrer düſtern Behauſung folgte. Marie blieb unbeweglich auf ihrem Stuhle ſitzen. Ihr Schritt iſt leicht, wie ein Lufthauch, flüſterte ſie, aber er wird auch ſchon ſchwer werden und gramgebückt. 3 Eben trat Lucinde durch die Thür und reichte Marien mit einem freundlichen Lächeln die Hand hin, während ſich die Alte in Jubel und Dankſa⸗ gungen ergoß über die große Ehre, welche ihr zu Theil würde, den Beſuch einer ſo vornehmen Dame zu empfangen⸗


