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Mariens erſte Bewegung war, ihre Hand aus⸗ zuſtrecken, um ſie in Lucindens Rechte zu legen, plötzlich aber zog ſie ſie raſch zurück und verbarg ſie unter ihrem Buſentuche.
Du willſt mir Deine Hand nicht geben? fragte Lucinde ſanft, Du zürneſt mir alſo noch immer, weil ich die unverſchuldete Urſache Deines Lics⸗ in dieſer Nacht geweſen?
Marie ſchüttelte langſam das Haupt. Nein, ſagte ſie, ich zürne Ihnen nicht um einer ſo kleinen Sache willen. Aber ich kann Ihnen meine Hand nicht geben.
Und weshalb nicht?
Weil Sie ſich nicht beſudeln ſollen, indem Sie ein Geſchöpf. wie ich es bin, berühren!
Hören Sie nicht auf ſie, allergnädigſte Frau, heulte die Alte, ſie findet ein Vergnügen daran, ſich ſchlecht zu machen, ſie iſt ein hartes und grauſames Kind gegen ihre Mutter und gegen ſich ſelber.
Lucinde ſchien weder das Unfreundliche und Schauerliche dieſes ſogenannten„Saals,“ noch das Unſaubere und Gebrechliche dieſer Stühle zu bemerken. Sie ſetzte ſich dicht neben Marien nieder und ſah ihr mit jenem zauberhaften Lächeln, dem noch Nie⸗


