Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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Prinzeſſin Louiſe, an deren Seite er ging, ihm ſo hold und zauberhaft lächelte, wie ſie es zu dieſer Stunde that; wenn ſie ſo freundliche Worte zu ihm ſprach, wie eben jetzt? Die Fürſtin Mutter, welche noch immer hinter dem Fenſtervorhang ſtand, hätte viel darum gegeben, wenn ſie die Unterhaltung ihrer Prinzeſſin Tochter mit dem ſchönen fremden Offizier, der ſeit einigen Tagen an dem fürſtlichen Hoflager verweilte, hätte belauſchen können. Sie ärgerte ſich, daß die Hofdamen und Cavaliere der Prinzeſſin in ſo weiter und rückſichtsvoller Entfer⸗ nung blieben und dadurch die Unterhaltung des jungen Paares zu einem ungeſtörten téte à téte machten, das noch dazu den Charakter eines harm⸗ loſen Spazierganges hatte und über welches ſie folglich ihrer Tochter ſelbſt keine Vorwürfe machen durfte.

Ich werde ſelber hinunter gehen müſſen, und dieſes ärgerliche téte à téie ſtören, murmelte die Fürſtin, und war ſchon im Begriff, hinter dem Vor⸗ hang zurück zu treten. Eine Bewegung ihrer Prin⸗ zeſſin Tochter hielt ſie zurück, eine raſche leichte Be⸗ wegung mit der Hand nach jenem Boskett hin, das unweit des Fenſters ſich befand, hinter welchem die Fürſtin ſtand. 2