Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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Sie will mit ihm in jene Laube gehen, flüſterte ſie. Aun, wir werden ſehen!

Wirklich lenkte die Prinzeſſin ihre Schritte jetzt in dieſen kleinen Seitenweg, der zu der Roſenlaube führte, und indem ſie ihre Schritte beſchleunigte, ent⸗

zog ſie ſich und ihren Begleiter einen Moment den ſpähenden Augen ihrer Damen. Aun warf ſie einen

raſchen und prüfenden Blick nach dem Schloſſe hin⸗ über, und als ſie ſich überzeugt zu haben glaubte, daß auch von dort ſie Niemand beobachtete, ſenkte ſie ihre ſchmale kleine Hand ſchnell einen Moment in ihren Buſen und zog ſie dann erröthend und lächelnd wieder hervor.

Der junge Mann an ihrer Seite hatte jede ihrer Bewegungen beobachtet und eine dunkle Gluth der Freude überzog jetzt ſeine Wangen. Er blieb wie bewundernd vor einem Roſengebüſch ſtehen, und indem er eine dieſer köſtlichen eben erblüheten Roſen pflückte, reichte er ſie mit einer leichten Kniebeugung der Prinzeſſin dar.

Sie nahm ſie erröthend aus ſeinen Händen und leiſe und unvermerkt ließ ſie in ſeine Hand dieſes kleine zuſammengedruckte Papier gleiten, das ſie zu⸗ vor aus ihrem Buſen genommen.

Eein Brief! kief die Fürſtin. Sie hat ihm ge⸗