Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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wegend, als fürchteten ſie, das Gras unter ihren Fü⸗ ßen möchte ſie verrathen. Oſft hielten ſie Minuten lang inne, und dieſe dunkeln über der ſteilen Gras⸗ fläche empor ragenden Punkte hätte man alsdann in der Dunkelheit für einzelnes Strauchwerk halten können, das hier die Höhe des Walles hinauf ange⸗ pflanzt worden. Aur daß dieſes Strauchwerk ſich weiter bewegte, nur daß es faſt die Höhe des Wal⸗ les erreicht hatte. Von oben vernahm man jetzt den langſamen taktmäßigen Schritt der Schildwache; er kam näher und näher. Dicht über ihren Häuptern hörten die Fliechenden dieſen Schritt des Soldaten, der durch einen Blick, durch ein Zeichen ihre Zukunſt, ihr Le⸗ ben vernichten konnte. Unbeweglich lagen ſie lang hingeſtreckt, lautlos. Dicht über ihnen blieb der Soldat ſtehen, und wie in Gedanken verloren ſummte er ſich halblaut ein Lied ſeiner Heimath. An dieſe dachte er vielleicht, denn ſtatt weiter zu gehen, blieb er gedankenvoll, unbeweglich auf derſelben Stelle ſtehen. Es war ein entſetzlicher, qualvoller Moment für die Flüchtlinge. Hatte der Soldat dieſe dunkeln Schatten zu ſeinen Füßen bemerkt, und war es, weil er ſie beobachtete, daß er ſo lange auf demſelben

Flecke ſtand? Aber er ſang noch immer ſein ein⸗

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