Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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zu ſchlafen Niemand hatte die Flucht der fünf Freunde bemerkt.

Glücklich waren ſie hinunter gelangt in den in⸗ neren Wall der Feſtung. Der Mond war unterge⸗ gangen und in der plötzlich eingetretenen tiefen Dun⸗ kelheit gelangten ſie, vorſichtig an der Erde kriechend, zu dem ausgetrockneten Graben, der hier die beiden Wälle in der Tiefe durchſchnitt. Im trocknen Bette dieſes Grabens ruhten ſie einen Moment, um Kräſte zu ſammeln zu dem gefahrvollen Wege, der jetzt ihrer harrte. Es galt, die Höhe des zweiten Walles zu erklimmen, dann denſelben an der andern Seite hin⸗ unter zu ſteigen, den Graben, der dort mit reichlichem Waſſer verſehen war, zu durchſchwimmen und dabei den Argusaugen der Schildwachen zu entgehen, welche in Entfernungen von zwanzig zu zwanzig Schritt auf den Wällen aufgeſtellt waren.

Jetzt vorwäts! flüſterte Bernthal. Und möch⸗ ten wir gefeit ſein gegen die Kugeln unſerer Feinde.

So viel iſt gewiß, daß die Büchſe, welche nach einem von uns abgeſchoſſen wird, die Flucht der andern Vier ſichert, ſagte Osmar halb laut, indem er raſch und leiſe den Wall hinan zu klimmen be⸗ gann. Wie ſchwarze Rieſenſchnecken klebten ſie an der ſteilen Graswand, langſam ſich vorwärts be⸗