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daß er ſie niemals wieder ſehen, niemals mehr dem Klange ihrer ſilberhellen Stimme lauſchen würde, da füllten ſich ſeine Augen mit Thränen und ein Zit⸗ tern durchflog ſeine Glieder. Die Rinde war ge⸗ borſten, welche ſein Herz ſo lange umſchloſſen, und endlich, überwältigt von Schmerz und Reue, ſank der ſtarke Mann wie zerbrochen an dem Lager ſei⸗ nes Kindes nieder, und preßte bebend ſeine Hände
an ſeine Lippen, um das laute Schluchzen, welches
krampfhaft aus ſeiner Bruſt hervor kam, zu unter⸗ drücken.
Anna lächelte im Schlummer und ihre Lippen flüſterten leiſe: Omar!
Dieſer Laut weckte Bernthal aus ſeiner ſchmerz⸗ lichen Verſunkenheit. Er richtete ſich auf, und ſchüt⸗ telte die Thränen aus ſeinen Augen fort.
Nun noch einen letzten, einen unausſprechlichen Blick auf ſein ſchlummerndes Kind, ein letzter leiſe gemurmelter Segen,— dann ſchritt er leiſe durch das Gemach, und ohne ſich noch einmal umzuwen⸗ den, ging er hinaus. Er ſeußte nicht, er klagte nicht, aber er preßte ſeine Hand feſt auf ſein Herz. Er hatte ein Gefühl, als ob eine Saite in ſeiner Bruſt zerſprungen ſei, als ob er eben ſterbe.
Draußen auf dem verabredeten Platze in der 21*


