Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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O, dieſe habe ich ſo eben von ihm erhalten. Luiſe wird glücklich ſein.

Und ſo wären denn alle dieſe trüben Wolken durchbrochen und das Glück wird am Ende kommen, die zerſchlagenen Seelen zu heilen. Dies iſt ein Troſt für mich.— Leben ſie wohl, Lucinde!

Und wann, fragte ſie, mit kaum unterbrücktem Weinen, wann kehren Sie zurück? R

Wann ich zurückkehre? fragte er ſinnend, und ſeine Augen hafteten mit einem unausſprechlichen Ausdruck auf ihrem ſchönen, in Wehmuth und Schmerz zuckenden Angeſicht.

Glauben Sie an ein Wiederſehen, Lucinde?

Ich glaube daran, weil ich darauf hoffe!

Nun denn, auf Wiederſehen alſo. Sei's, wo es ſei. Auf Wiederſehen!—*

Sein Kuß brannte noch auf ihren Lippen, ſeine Stimme zitterte noch in ihrem Ohr,— aber die Thür hatte ſich ſchon hinter ihm geſchloſſen. Sie war allein.—

Als die Fürſtin mit ihrem Sohne in den Sa⸗ lon trat, fanden ſie Niemand darin, als ein bleiches, ernſtes Weib, in welchem die Fürſtin kaum ihre ſonſt ſo roſige und lächelnde Lueinde wieder erkennen konnte.