Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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kleine Pauſe eingetreten. Die ſcheidende Abendſonne warf ein letztes Streiflicht durch die Fenſter und legte es wie einen Glorienſchein um das Antlitz der Prinzeſſin. Prinz Adrian ſah mit entzückten Blicken zu ihr hin, er hatte ſie niemals ſo ſchön, ſo lieb⸗ reizend und anmuthig geſehen. Ihre Blicke begeg⸗ neten ſich, und der beredte Ausdruck ſeines edlen Angeſichtes machte Luiſens Herz höher pochen und zauberte ein Lächeln des Glückes auf ihre Lippen.

Die Fürſtin hatte dieſe Blicke liebenden Einver⸗ ſtändniſſes aufgefangen, und ſie ſagte zu ſich ſelber: jetzt iſt es Zeit!

Sie unterbrach daher die Stille, indem ſie mit einem ſo anmuthigen Lächeln, wie ihr Stolz es ihr ſelten erlaubte, ſich an den jungen Prinzen wandte.

Sehen Sie, ſagte ſie, der Abend beginnt bereits zu dunkeln, und wir ſollten jetzt, wie es unſere Ab⸗ ſicht war, in die Oper gehen. Indeß, wer weiß, ob wir dort das Amuſement wieder finden, welches wir hier aufgeben! Prinzeß Luiſe, ich erlaub mir, mich bei Ihnen zum Thee einzuladen, und e Sie nichts dawider haben⸗ bringe ich Prinz Abrian als Gaſt mit!

Die Prinzeſſin verbeugte ſich, und der Prinz