Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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haben, ſtatt zu ſchwelgen auf Koſten Anderer, und als appanagirter Prinz an dem Hofe ſeines Schwa⸗ gers zu leben, würde ihm nicht als eine Ehre, ſon⸗ dern als eine Demüthigung erſchienen ſein!— das Weib, welches ihn liebte, mußte bereit ſein, ihm zu folgen, wohin er immer gehe, ſie mußte ſich ihm unter⸗ ordnen in Liebe, ſie mufte ihn nicht zu ihrem Ge⸗ mahl erheben wollen, ſondern ſich ſtolz und geehrt fühlen, wenn er ihr das höchſte Geſchenk, welches ein Ehrenmann einem Weibe zu bieten hat, wenn er ihr ſeinen Namen gäbe!— Das war das Ziel, nach welchem Prinz Adrian ſtrebte, ſeit er die Prin⸗ zeſſin Luiſe geſehen.

Es war ein ſehr heiteres, ſehr geiſtvolles Ge⸗ ſpräch, welches Prinz Adrian ſo eben mit den beiden Fürſtinnen führte. Man ſah nur drei vollkommen heitere, lächelnde Geſichter, frohe Scherze flogen hin und wieder, und unbefangenes Lachen ertönte, und doch verhüllten dieſe heiteren Züge nur ernſte und entſchloſſene Seelen, und dieſe drei, im unbefangenen Geplauder vereinigten Menſchen bargen hinter der lächelnden Außenſeite Jeder einen feſten, unerſchütter⸗ lichen, dem Anderen widerſtrebenden Willen, und Jeder war entſchloſſen, den ſeinen durchzuführen

Es war ſo eben nach frohem Scherzen eine