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Ich theile ganz dieſe tugendhaften Grundſätze meiner gnädigſten Mutter! ſagte die Prinzeſſin.
Dann wirſt du alſo begreifen, daß Dein Ver⸗ hältniß zum Prinzen Adrian ſich entſchieden anders geſtalten muß!
Im Gegentheil, Hoheit! Nur zu andern Men⸗ ſchen müſſen meine Verhältniſſe ſich anders geſtalten, zu allen andern Männern, denn wie Ew. Hoheit ſel⸗ ber bemerken, es darf eine Braut nur ihrem Verlob⸗ ten ſich unterwerfen!
Was ſoll dies bedeuten?
Das ſoll bedeuten, ſagte die Prinzeſſin mit ihrem einſchmeichelnnſten Ton, indem ihre Züge zugleich einen energiſchen und entſchloſſenen Charakter annahmen, — das ſoll bedeuten, daß ich mich als die Braut des Prinzen Adrian betrachte!
Die Fürſtin machte eine heftige Bewegung, und ein leiſer Schrei des Zornes drang von ihren Lippen. Aber ſie bemeiſterte ſchnell ihren Zorn und ſagte kalt und ruhig: Prinz Adrian hat alſo in aller Form um Deine Hand geworben?
Vein, aber ich liebe ihn, und ich weiß, daß auch er mich liebt!. Er hat es dir alſo nicht geſtanden?


