Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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ten Ew. Hoheit nur dieſer einen Aehnlichkeit auf meinem Bilde hier? Oder hätte ich unglücklicher Weiſe meine Abſicht verfehlt, dieſem Dämon ein erkennbares Antlitz gegeben zu haben?

Bernthal! murmelte die Fürſtin, unwillkührlich ſchaudernd.

Ja, Bernthal! rief die Prinzeſſin. Ich danke Ihnen zum zweiten Mal! Auch dies Portrait iſt alſo ähnlich und Ew. Hoheit hat ſofort das Portrait dieſes Mannes erkannt, den wir Beide gleich ſehr zu fürchten haben!.

Und indem ſie ſo ſprach, verbeugte ſie ſich lächelnd vor der Fürſtin, legte über das angefangene Bild ein Seidenpapier und ſchloß es dann in Schreibtiſch ein.

Die Fürſtin ging einige Male haſtig auf und ab, während ihre Tochter damit beſchäftigt war, Pinſel und Farben wieder in den Malkaſten einzu⸗ ordnen. Plötzlich blieb ihre Mutter vor ihr ſtehen und ſagte mit einer Simme, welche vor innerer Auf⸗ regung zitterte: ich nannte Dein Verhältniß zu die⸗ ſem Prinzen Adrian deshalb ein ſündiges, weil es einer Braut nicht geziemt zu irgend einem andern Manne in vertraulicher Beziehung zu ſtehen als zu ihrem Verlobten.