Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Nein, aber ich habe in ſeinen Augen geleſen, wie er in den meinen!

Ah, die Sache iſt alſo nicht ſo ſchlimm als ich fürchtete, murmelte die Fürſtin, indem ſie wieder haſtig auf und abging.

Prinzeß Luiſe ſtand ruhig neben ihrer Staffelei. Wer ſie ſah, hätte ſie für kalt und unempfindlich hal⸗ ten müſſen! Aber ſie hatte nur gelernt, ihre Stürme nach Innen austoben zu laſſen, und während ihre Züge ruhig ſchienen, tobte ihr Herz mit wildem Ham⸗ merſchlag in ihrer Bruſt. Sie ſagte zu ſich ſelbſt: dies iſt die entſcheidende Stunde! Der Kampf muß zu Ende geführt werden, und ich will lieber in dem⸗ ſelben getödtet werden, als noch länger die Qualen dieſer Ungewißheit ertragen müſſen!

Jetzt blieb ihre Mutter vor ihr ſtehen, und alle ihre Züge waren kalt und ruhig— ſie hatten Beide einen Entſchluß gefaßt.

Du biſt alſo entſchloſſen, dieſen apanagirten Prinzen Deinen Gemahl zu nennen?

Ich bin es!

Auch wenn ich Dir ſage, daß ich meine Ein⸗ willigung nicht gebe, und daß ich meinen Sohn ver⸗ anlaſſen werde, die ſeinige zu verweigern?

Er wird fortan meine Familie und meine Hei⸗