Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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einigen. Aber dies war nur eine kurze Friſt, welche das Schickſal der armen geängſtigten Prinzeſſin zu bewilligen ſchien. Bernthal's fortgeſetztes Schwei⸗ gen, ſein gänzliches Vermeiden irgend eines Zuſam⸗ mentreffens mit der Fürſtin und ihrer Tochter gaben der erſteren bald genug das Gefühl der Sicherheit und Ruhe wieder. Sie überließ ſich nur allzu wil⸗ lig der ſchwärmeriſchen Hoffnung, dieſer grauſame und rachedurſtige Dämon, welcher ſie und ihr gan⸗ zes fürſtliches Haus bis dahin mit ſo raſtloſer Wuth verfolgt, ſei endlich geſättigt und ermattet, und, zu⸗ frieden, ſie Alle einmal gedemüthigt zu haben, laſſe er die Hand jetzt ruhen, welche ihnen Allen ſo tiefe Wunden geſchlagen!

Die Fürſtin nahm alſo ihre Pläne und ſtolzen Wünſche wieder auf und begeiſterte ſich wieder an dem Gedanken, ihre Tochter mit einer Königskrone geſchmückt zu ſehen!

Was kümmerte es ſie, ob die Prinzeſſin ſich zu Boden geſchmettert fühle von der Laſt dieſes golde⸗ nen Stirnbandes, was kümmerte es ſie, ob ihre Augen erblinden mochten von Thränen ſie hatte nur das Eine große Ziel vor Augen, ſie wollte ſich die Mutter einer Königin nennen können! Es genügte ihrem Ehrgeiz nicht mehr, die unbeſchränkte