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Er fuhr fort: Und warum ſollte ich nicht von ihm ſprechen, von Deinem prächtigen und vornehmen Liebhaber?—
Du wußteſt wohl nicht, daß er hier war, ſonſt würdeſt Du nicht zu dem armen Tiſchler Karl, ſon⸗ dern zu dem reichen Baron Bernthal gegangen ſein und ihn um Unterſtützung angefleht haben. O, er wird Dich unterſtützen, denn Du biſt noch jung und hübſch genug, er wird Dir ſeidene Kleider geben und Dich neben ſich ſitzen laſſen in ſeinem ſchönen Wagen, und es wird ein luſtiges, luſtiges Leben ſein.
Und wieder lachte er laut auf und Thränen der Wuth ſtanden in ſeinen Augen.
Marie ſah ihn mit ſtolzen, faſt verächtlichen Blicken an. Ich gehe, ſagte ſie, Du ſollſt mich nicht wieder ſehen, aber Du wirſt einſt erfahren, ob ich ihn geliebt habe. Die ganze Welt ſoll es Dir ins Ohr ſchreien, wie ſehr ich ihn haſſe und verabſcheue. Lebe wohl, Du hätteſt mich errathen können, aber Du haſt es nicht gewollt und das iſt gut. Man muß kein Erbarmen haben mit einer Sünderin. Du haſt mich eine Mörderin genannt, Gott weiß, ob ich es geweſen bin, aber das weiß ich, daß ich es jetzt werden will. Und wenn ich es bin, dann wirſt Du
mir vielleicht vergeben, Lebewohl! .„ 2


