Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Es hats mir Niemand beweiſen können, daß ich mein Kind gemordet, ſagte ſie. Sie ſagen, ich hätte es in der Aufregung gethan, und ich glaube es ihnen, aber Niemand hat die Leiche geſehen.

Weil Du ſie in die Spree geworfen, ſchrie er mit einem rauhen Lachen, weil Du die Fiſche ge⸗ füttert mit der Frucht Deiner Liebe. Sie haben Dir nichts beweiſen können, aber ſie haben Dich doch ins Zuchthaus geſchickt, und wie kannſt Du es wa⸗ gen, jetzt zu mir zu kommen? Willſt Du mich auf's Neue zum Geſpötte der Menſchen machen? Sollen ſie ſagen, daß ein ehrlicher Mann, wie ich, die ehr⸗ loſe und beſtrafte Verbrecherin wieder bei ſich auf⸗ genommen?

Niemand ſoll es wagen, das zu ſagen! rief ſie entſetzt.

Nun alſo, weshalb kommſt Du? Fehlt Dir ein Obdach? Kommſt Du zu mir, um zu betteln? Geh doch hin zu Deinem reichen und glänzenden Lieb⸗ haber, er iſt wieder hier und er iſt ſchön und präch⸗ tig in ſeiner ſtattlichen Equipage. Geh doch zu ihm und laß Dich von ihm lieben und küſſen und theile mit ihm ſeinen Glanz und ſein Glück.

Karl, rief ſie drohend, habe Erbarmen, ſprich nicht von ihm!