Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Dann nahm er wieder den Hobel zur Hand und arbeitete weiter, ohne Acht auf ſie zu haben.

Sie ſtand und ſah ihm zu. Ich wollte, es wäre mein Sarg, welchen Du da arbeiteſt, ſagte ſie.

Wenn ich wüßte, daß er für Dich ſein ſollte, rief er, ſo würde ich ihn verbrennen, ſo würde ich mir die Hand abhauen, lieber als noch einen Hobel⸗ ſtrich daran thun, ſo würde ich mich beſchimpft, entehrt halten mein ganzes Leben lang. Ich arbeite nicht für Sträflinge und Mörderinnen.

Karl, ſagte ſie, ich werde einſt ſterben, und dann möchteſt Du es bereuen, daß Du heute ſo grau⸗ ſam gegen mich biſt. Um Deiner ſelbſt willen, Karl, vergieb mir!

Viemals, ſchrie er wild, und ich verbiete Dir, mich Karl zu nennen!

Ich werde es nicht mehr thun, flüſterte ſie de⸗ müthig und ſenkte das Haupt auf ihre Bruſt. Ich will auch gehen und niemals wieder wagen, vor Dein Angeſicht zu kommen. Aur dies Eine ſage, daß Du mir vergeben willſt.

Ich Dir vergeben? rief er, Ich Dir all dieſe Qual, dieſen Jammer, dieſes Hohngelächter der Menſchen vergeben? Nein, nein, ich verfluche Dich