Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Mit einem raſchen Druck öffnete ſie die Thür und trat in ſein Gemach. Er hatte ihr den Rücken zugewandt, und das Gekrache des Holzes unter dem Hobel übertönte das Geräuſch der ſich öffnenden und ſchließenden Thür. Sie trat dicht zu ihm heran, und legte ihre Hand auf ſeine Schulter.

Jetzt ſchreckte er empor und blickte ſie an.

Es war eine lange, entſetzensvolle Stille. Beide ſchauten ſich einander an. Marie mit der Angſt, mit der Verzweiflung einer zum Tode Verurtheilten. Hätte ſie einen Zug der Rührung, des Mitleids in ſeinem Antlitz geleſen, dann wäre ſie gerettet gewe⸗ ſen, aber es ſtand nichts darin, als Entſetzen und Verachtung, nicht einmal Haß, nicht einmal Zorn.

Was willſt Du hier? fragte er endlich S und unwillkürlich zurückweichend.

Ich wollte Dich ſehen, ſagte ſie, nach athen ringend.

Er deutete ſtumm nach der Thür hin. Geh, rief er gebieteriſch, oder willſt Du, daß ich Dir noch einmal fluche?

Thue es, ſagte ſie demuthsvoll, ich höre doch dann wenigſtens einmal wieder Deine Stimme.

Er lachte laut und höhniſch auf und rief ver⸗ ächtlich: Komödiantin!