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Mutter, lange vergeſſen, tauchte in ſeiner Seele auf, und er wandte ſich ab und ſagte ſeufzend: oh mia cara madre!
Ellinor entging dieſe weichere Stimmung Daſſa's nicht. Du ſeufzeſt, Du denkſt mit Schmerz an Deine Mutter? fragte ſie freudig, und in gewaltiger Be⸗ wegung niederſtürzend zu ſeinen Füßen, rief ſie: Gin⸗ ſeppo! denk an Deine Mutter, um ihretwillen erbarme Dich einer Mutter. Du biſt ein Mann, Du kannſt nicht wiſſen, was eine Mutter leidet, wie ſie zergeht in Qual und Sehnſucht nach ihrem Kinde, das das Leben ihres Lebens, das Blut ihres Blutes iſt. Giuſeppo, es iſt mein einziges Kind! Weißt Du, was das ſagen will, mein einziges! Nur dies Eine zu haben, das mich Mutter nennen kann, das mit ſeinen Armen mich umſchlingt, und mir gehört mit
ſeinem Leben und ſeiner Seele? Und dies Eine nicht
zu beſitzen, nur wie eines Traumes ſeiner holden Augen, ſeines kindlichen Lächelns zu erinnern! Gib mir miß Kind, fordre dafür Alles was ich beſitze, fordre mein Leben, da iſt es! nur laß mich in meines Kindes Armen ſterben! O wenn Du wüßteſt, wie groß und heilig die Liebe einer Mutter, ohne Be⸗ gehren und ohne Egvismus, ohne Furcht und Zagen,
ſie ganz reine Liebe iſt! Ja, aber Du weißt 6 Du haſt ja eine Mutter gehabt. Sie iſt todt,


